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Die Land und Forst sprach mit
Am 13. und 14 Januar 2010 findet die vierte „Interaspa“ statt, diesmal auf dem Messegelände in Hannover. Was erwartet die Besucher?
Die Besucher können sich auf eine absolute Profi-Messe freuen. Wir legen ganz klar die Betonung auf „Fachmesse“. Wir haben die vier Spezialgebiete Spargel, Gemüse, Beerenobst und Direktvermarktung mit den jeweils namhaften Ausstellern unter einem Dach. Die Bereiche ergänzen sich optimal, so dass die Besucher auf kurzem Weg alle relevanten Informationen und Gesprächspartner finden. Das gilt nicht nur für die Hersteller, sondern auch für die Beratung. Praktisch alle Beratungsorganisationen sind mit ihren Experten vor Ort und stehen im Beratungszentrum für Fachgespräche zur Verfügung. Wie in den vergangenen Jahren haben wir mehr als 200 Aussteller aus allen Bereichen, von der Ernte- und Anbautechnik über Saatgut, Pflanzenschutz und Düngung bis zu Werbung und Verpackungstechnik in Hannover.
Können Sie schon etwas zu den Neuheiten bei den Ausstellern sagen?
Wir haben eine ganze Reihe interessanter Neuheiten, z. B. die Ideenausstellung zur Warenpräsentation für Direktvermarkter auf einer Sonderausstellungsfläche. Einiges hat sich auch in der EDV getan. Verschiedene Aussteller bieten interessante neue Systeme an, zum Beispiel zur Abrechnung von Verkaufsständen, in der Selbstpflücke oder für die Auszahlung von Saisonarbeitskräften. In der Produktionstechnik wird zum Beispiel der Spargelvollernter Kirpy als Selbstfahrer zu sehen sein.
Nach drei Messen in Bremen sind Sie mit der Interaspa 2010 nach Hannover umgezogen. Was waren die Gründe?
Wir haben mit dem Fachmessekonzept in Bremen gute Erfahrungen gemacht. In einer Ausstellerbefragung ist aber deutlich geworden, dass der Standort Bremen für eine landwirtschaftliche Ausstellung mit einem so großen Einzugsgebiet, bis nach Süddeutschland, Frankreich, Holland, Skandinavien etc., vielleicht doch nicht optimal ist. Auch viele Besucher haben die Anreise subjektiv als zu umständlich empfunden und wünschten sich einen Standort, der zentraler in Deutschland liegt. Jetzt denken wir, Hannover mit dem international bekannten Messegelände ist ideal. Es liegt zentral in Deutschland, ist optimal aus allen Richtungen erreichbar und der Service der Messegesellschaft für Aussteller und Besucher ist hervorragend.
Die Messe soll auch für Direktvermarkter noch attraktiver werden. Was haben Sie vor?
Die Direktvermarktung als wichtiger Betriebszweig auch der Spargel- Gemüse- und Beerenobstbetriebe wird von uns sehr ernst genommen. Deshalb sind wir zum Beispiel mit dem Messetermin weg vom Wochenende, weil Direktvermarkter da erfahrungsgemäß ihre Arbeitsspitzen haben. Jetzt findet die Messe am Mittwoch und Donnerstag statt, das erleichtert ihnen hoffentlich den Messebesuch. Wir haben uns noch intensiver um hochwertige Aussteller bemüht und wir werden unter anderem ein Schwerpunktthema „Warenpräsentation“ haben. Das ist ja ein Bereich, der in den Betrieben aus Zeitmangel oft etwas zu kurz kommt. Auf besonderen Aktionsflächen zeigen erfahrene Dekorateure und Ladeneinrichter innovative Vorschläge, z. B. auch zur Eingangsgestaltung von Hofläden. Die Besucher sollen Anregungen erhalten, wie mit einfachen und kostengünstigen Mitteln tolle Produkte auch toll präsentiert werden können.
In der Eröffnungsveranstaltung am 13. Januar greifen Sie das Thema „Lebensmittelpreise und Wertschätzung von Lebensmitteln“ auf. Was hat das mit der Interaspa zu tun?
Niedersächsischer Spargel ist ja nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein Lebensmittel und wird nicht nur bei den Anbauern in der Direktvermarktung angeboten, sondern auch im LEH. Hier hat man es dann mit knallharten Geschäftspartnern zu tun, die einem oftmals das Leben schwer machen mit ihrer Geschäfts- und Preispolitik. Wir haben doch im Grunde genommen alle dasselbe Problem, egal was wir produzieren, die Kosten steigen und die Erlöse werden geringer. Das kann doch nicht funktionieren. Im Übrigen geht es uns aber bei dieser Veranstaltung darum, Landwirte und Interessierte aus anderen Bereichen anzusprechen um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Übrigens haben wir nicht nur Top-Experten auf dem Podium, sondern mit Tim Schlüter auch einen Top-Moderator. Ich lade alle Messebesucher und Aussteller ein, die Eröffnungsveranstaltung zu besuchen.
Gerade ging die Spargel- und Erdbeerbörse in Karlsruhe zu Ende, zu der auch viele Besucher aus Norddeutschland gefahren sind. Lohnt sich der Besuch der Interaspa dennoch?
Ob es denn so viele waren, das weiß ich nicht. Ich weiß aber, wer konkrete Investitionen plant, sich wirklich komplett informieren will oder kompetente Beratung sucht, kommt an der Interaspa nicht vorbei. Mit einem konsequent auf das Fachpublikum zugeschnittenen Angebot von mehr als 200 Ausstellern aus allen Bereichen einschließlich Direktvermarktung ist die Interaspa einzigartig und auch die größte Messe ihrer Art. Außerdem kann man nie genug Ideen sammeln oder sich inspirieren lassen. Und schneller und einfacher kommen Sie nirgends auf die Messe.
Veranstaltungshinweis:
INTERASPA 2010, Fachmessse für Spargel, Gemüse, Beerenobst und Direktvermarktung, 13. und 14. Januar, Hannover, Messegelände, Halle 17. Öffnungszeiten 9 – 17 Uhr. Eintritt: 12 € (Tageskasse) bzw. 10 € (Online-Reservierung) Internet: www.interaspa.de.
Eröffnungsveranstaltung mit Expertendiskussion:
„Lebensmittelpreise auf Talfahrt – zahlen wir einen zu hohen Preis?
Auf dem Podium: Alexander Falser, Nestle’ Deutschland AG, Dr. Andreas von der Gathen, Pricing-Experte, Simon Kucher & Partner, Thomas Bühner, Sternekoch, Restaurant La vie, Osnabrück, Prof. Dr. Stefan Tangermann, Direktor der OECD i. R.
Moderation: Tim Schlüter, ARD Fernsehen.
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